TISCHDECKENKUNST ** ART DE NAPPE

Erotischer Protest auf weißem Leinen

Die „Art de Nappe“ von Mike Kuhlmann

 


 

Seit mehr als drei Jahrzehnten zeichnet und malt der Frankfurter Künstler Mike Kuhlmann auf die Tischdecken der Stadt.

Nicht als dekorativer Gag — sondern als radikale Geste:

pornografischer Protest, feministische Ikonen, soziale Anklage.

 


 

Was da auf weißem Leinen erscheint, ist kein gefälliges Erotikkabinett.

Es sind dominante, überzeichnete Frauenfiguren,

bewusst provokant inszeniert — stark, präsent, handlungsfähig.

Sie fordern den männlichen Blick, sie konfrontieren, sie drehen das Spiel um.

 


 

Zwischen Szene und Skizze, zwischen Bildwitz und Attacke

formt sich ein ganz eigener Werkkomplex:

„Art de Nappe“

eine Kunst des Tischtuchs,

im öffentlichen Raum der Gastronomie,

jenseits von Galerien und Museumssälen.

 


 

Die Themen sind so gegenwärtig wie unbequem:

Kampf um die Rettung von Mutter Erde

Gleichberechtigung und weibliche Selbstermächtigung

Soziale Schieflagen und kapitalistische Verzerrungen

 


 

Hunderte dieser Tischdeckenzeichnungen sind in den Jahren entstanden —

ein eigenes Werk für sich, ein Archiv gelebter Gegenkunst.

 


 

Wo sich die digitale Welt zunehmend in synthetische Perfektion flüchtet,

bleibt bei Kuhlmann die Geste roh, unmittelbar, verletzlich:

Handgemacht, handlungsbewusst, voller Gegenwartsdrang.

 


 

Ein „Künstler unter Menschen“, ein ZUKÜNSTLER,

der seit Jahren konsequent die Frage stellt:

Welche Bilder braucht diese Gesellschaft — und wer darf sie schaffen?

 


 

Mike Kuhlmann: „Art de Nappe“ —

Die Tischdeckenkunst als Akt der Befreiung.

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