Mike Kuhlmann – Der Frankfurter Künstler, der Liebe, Kunst, Erde und Licht verbindet

 

Von Herzen, die um die Welt gingen, über Geld, das Bäume pflanzt, bis zu einer Maschine, die Sternenlicht einfängt

Frankfurt am Main – Es gibt Künstler, die Werke schaffen. Und es gibt Künstler, deren ganzes Leben ein Werk ist. Mike Kuhlmann gehört unzweifelhaft zur zweiten Kategorie. Bei ihm sind Projekte, Ideen, Aktionen und Kunstwerke keine isolierten Inseln, sondern Teil eines zusammenhängenden Kontinents. Alles greift ineinander, jede Schöpfung nährt die nächste – und das seit Jahrzehnten.

Aus der Welt der Werbung kommend – dort, wo Ideen in Sekunden überzeugen müssen und lange wirken sollen – arbeitete Kuhlmann jahrzehntelang als Creative Director und Kommunikationsberater für Vorstände und CEOs, von Luxusmarken bis zu Technologie- und Gesundheitsunternehmen. Dieses branchenübergreifende Wissen prägt seine Kunst bis heute: Sie ist nie nur ästhetisch, sondern immer zugleich strategische Intervention, kulturelle Botschaft und gesellschaftlicher Kommentar.

Der rote Faden durch all das? Liebe.

 

Die Herzen – ein universelles Alphabet des Mitgefühls

 

In den frühen 1990er-Jahren begann Kuhlmann, Herzen zu malen – keine kitschigen Symbole, sondern kraftvolle Zeichen, die Liebe als Haltung sichtbar machen. Lange bevor soziale Netzwerke Herz-Icons nutzten, verbreitete er sie als künstlerisches Statement. Über die Jahre entstanden tausende „Liebesbilder“ in Millionenauflage, die um die Welt gingen – auf Leinwänden, Bannern, Postern und in Ausstellungen.

Aus dieser Bildsprache wuchs Sharety – die Verbindung von „Share“, „Care“ und „Charity“ – als künstlerisches Label seiner Initiative propheten. Ausstellungen in Schulen, Museen und sogar Parlamenten (Türkei, EU) verbanden Kunst mit Hilfe zur Selbsthilfe: von Nepal über Thailand, Südafrika und Serbien bis quer durch Deutschland. Jede Vernissage war zugleich Hilfsprojekt und Aufruf zum Handeln.

 

Frankfurt als Werkstatt und Bühne

 

Seit 1998 hat Kuhlmann sein Atelier im Union-Gelände im Frankfurter Ostend – einem Ort, der sich dank Ardi Goldmans Vision zu einem „Mikro-Kunstland“ entwickelt hat. Zwischen Skulpturen, Kastanienbäumen und historischen Industriebauten trifft sich hier eine internationale Mischung aus Künstlern, Gastronomen, Architekten und Neugierigen.

Schon als Kind nahm Kuhlmann einen Stift in die Hand – und hörte nie wieder auf zu zeichnen. Von den Straßen Frankfurts über Luxusmeilen wie die Goethestraße, die er Mitte der 1990er in ein „Schaufenstermuseum“ verwandelte, bis zu großen Stadtaktionen wie „Frankfurt teilt“ (mit Fortsetzungen in Hamburg und Berlin) hat er seine Stadt immer wieder als Bühne genutzt. Zu seinen Sammlern und Wegbegleitern zählen Stefanie Graf, der langjährige Eintracht-Präsident Peter Fischer und der Dalai Lama, den er 2009 ins Waldstadion brachte, um vor 50.000 Menschen über Liebe und Mitgefühl zu sprechen.

 

Von Serbien bis Paris – Brücken zwischen Kulturen

 

In Serbien gründete Kuhlmann mit Ministerien und Partnern aus der Gesundheits- und Pharmabranche die Stiftung Voli Život („Liebe das Leben“), die Kindern beibringen sollte, das Leben zu lieben und zu gestalten. Ende der 1990er lernte er Sir Peter Ustinov auf dessen 70. Geburtstag in Paris kennen. Aus dieser Begegnung entstand eine Zusammenarbeit mit der Sir Peter Ustinov Stiftung, die Bildungs- und Kulturprojekte für Kinder weltweit unterstützt. Seit 2025 gehört Kuhlmann ihrem Stiftungsrat an.

 

Porträts, Vorbilder und Street Art im Luxusviertel

 

Parallel entwickelte Kuhlmann eine Serie großformatiger Porträts, inspiriert von Schwitters, Beuys, Picasso, Basquiat und Warhol. 1996 verwandelte er die Frankfurter Goethestraße in eine Galerie unter freiem Himmel – Street Art zwischen Haute Couture und Juwelieren. Bis heute sind Porträts seine malerische Leidenschaft. 2024 machte er mit der Schau WE ARE ROCK’N’SOUL aus der Jahrhunderthalle die „Jahrhundertkunsthalle“.

 

Geld als Werkstoff – von der Deutschen Mark zur Baumwährung

 

Kuhlmanns Arbeit mit Geld begann mit dem „Denkmal für die Deutsche Mark“, das gemeinsam mit Frankfurter Banken eine Ära verabschiedete. Es folgten die goldgedeckte GOETHE-Digitalwährung und eine Neuinterpretation des Hundert-Billionen-Mark-Scheins, ausgestellt 2022 im Historischen Museum Frankfurt in der Ausstellung „Inflation“.

Heute denkt er weiter: Die DEUTSCHE BAUM MARK, gewonnen aus den legendären Goldmann-Kastanien des Union-Geländes, verbindet Natur, Kunst und Ökonomie. Das Historische Museum hat das Werk angekauft; ab 2026 wird es als Frankfurter Geldschöpfung der Zukunft präsentiert – eine Währung, die CO₂ speichert, Bildungsprojekte finanziert und als künstlerisches Statement die ökosoziale Marktwirtschaft symbolisiert.

 

Das Licht der Sterne auf Erden

 

2017 entstand mit INLUXINLIGHT ein poetisch-technologisches Projekt, basierend auf Kuhlmanns Text und Illustrationen zu „Die Sterne des Kleinen Prinzen“. Daraus entwickelte sich eine Technologie, die mithilfe photonischer Prozesse Luft reinigt und Moleküle umwandelt – mit der Vision, Sternenlicht als aktives Werkzeug gegen Klimawandel und Umweltverschmutzung einzusetzen.

 

Mutterbodenmedizin – Phytosynthese als Erfindung

 

Mit Phytohumin richtet Kuhlmann seinen Blick auf den Boden – unseren Mutterboden. Durch eine von ihm als „künstliche Phytosynthese“ bezeichnete Technologie werden Pflanzenreste in wenigen Tagen zu hochreiner Huminsäure, die Böden regeneriert, Kohlenstoff bindet und fossile Abhängigkeiten reduziert. Dafür hat er ein eigenes Vokabular der Phytonomie geschaffen – eine Sprache, die das ausdrückt, was wir heute für morgen brauchen.

 

WE ARE TO LOVE – Frankfurt als geistiges Zentrum

 

Mit der Bewegung WE ARE TO LOVE und dem Motto „amo: ideo sum – Ich liebe, dafür bin ich“ verknüpft Kuhlmann sein Schaffen mit einem historischen Moment: der Frankfurter Synode von 794, in der die Liebe vergöttlicht wurde. Frankfurt ist für ihn nicht nur Heimat, sondern geistiger Ankerpunkt. Am 24. August 2025 eröffnet er im Atelier auf dem Union-Gelände seine Ausstellung JESUS MADE IN FRANKFURT, begleitet vom erstmaligen Läuten der Union-Glocke „Jesus ist Frieden“ – ein Echo auf das Glockengeläut der Westertorenkerk, das Anne Frank in ihrem Versteck hörte.

Fazit: Mike Kuhlmann ist Maler, Erfinder, Erzähler, Netzwerker und Aktivist – ein Künstler, der seine Kunst als Werkzeug versteht, um Menschen, Orte und Ideen zu verbinden. Ein Leben als fortlaufendes Werk – offen, wach, unermüdlich.

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