Mike Kuhlmann – aus Wirklichkeit Liebe machen.

DIE BESEELUNG DER WIRKLICHKEIT

Michael „Mike“ Kuhlmann, geboren 1966 in Gießen/Lahn, aufgewachsen in Bad Nauheim, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er ist deutscher Maler, Aktionskünstler, Unternehmer, Creative Director, Markenentwickler und Ideengeber. Sein Werk verbindet Malerei, Humanismus, soziale Verantwortung, Stadtinszenierung, Geldtransformation, Kinderprojekte, Gastronomie, Liebe, Teilen und ökologische Zukunftsentwürfe.

Kuhlmann versteht Kunst nicht als Dekoration, sondern als Handlung. Seine Bilder, Projekte und Marken sollen Menschen berühren, Räume beseelen, Gesellschaft gestalten und konkrete Wirkung entfalten. In der Tradition des erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys arbeitet er an einer sozialen Liebesskulptur: Kunst als Mitgestaltung der Welt.

„Meine Kunst hat die Aufgabe, für eine Zukunft zu wirken, auf die man sich freuen kann.“

Seine zentralen Begriffe sind Liebe, Teilen, Sorgelust, Sharety, Good Economy, Amorisation, ZUKUNST und heute zunehmend Mutterboden. Diese Begriffe sind keine losen Schlagworte, sondern bilden eine fortlaufende künstlerische Grammatik: aus Bild wird Aktion, aus Aktion wird Marke, aus Marke wird gesellschaftliche Teilhabe, aus Teilhabe wird eine bessere Zukunft.

Künstlerische Grundformel

Mike Kuhlmann beseelt Wirklichkeit.
Aus Wirklichkeit Liebe machen.

Diese Formel beschreibt den Kern seines Lebenswerks: Wirklichkeit wird nicht bloß abgebildet, sondern durch Kunst, Begegnung, Gestaltung und Handlung verwandelt. Kuhlmanns Kunst sucht den realen Raum: die Straße, das Restaurant, das Stadion, die Schule, die Bank, das Schaufenster, das Café, die Stadt, den Boden.

Frühe Jahre, Ausbildung und Werbung

Mike Kuhlmann wuchs in Hessen auf und legte sein Abitur an der St. Lioba Schule in Bad Nauheim ab. Nach dem Wehrdienst begann er ein Praktikum als Illustrator bei der Düsseldorfer Werbeagentur BMZ. Seine erste bedeutende Auftragsarbeit stand im Umfeld der Kampagne „Gib AIDS keine Chance“. Dadurch kam er früh mit gesellschaftlich relevanter Kommunikation in Berührung.

1987 gründete Kuhlmann in Frankfurt am Main die Werbeagentur DSB&K. Die Agentur entwickelte sich erfolgreich und wurde 1997 im Rahmen des Börsengangs der Digitalagentur syzygy AG an die WPP Group verkauft. Aus dieser Zeit stammen Kuhlmanns professionelle Grundlagen in Markenarchitektur, strategischer Kommunikation, Symbolbildung, Bildverdichtung und öffentlicher Inszenierung.

Später gründete er die Hab&Gut Kreativagentur und Unternehmernetzwerk GmbH, ein auf Nachhaltigkeit, werthaltige Kommunikation und gesellschaftlich relevante Ideen spezialisiertes Kreativnetzwerk. Werbung, Marke und Kunst bleiben bei Kuhlmann keine Gegensätze: Die Präzision des Werbers verbindet sich mit der Freiheit des Malers und dem Gestaltungsanspruch des sozialen Unternehmers.

Liebe, Teilen, Seele: Das innere Thema

Seit Beginn seiner künstlerischen Arbeit steht bei Mike Kuhlmann die Liebe im Zentrum. Seine Kunst kreist nicht um romantische Liebe allein, sondern um Liebe als Haltung, als Tätigkeit und als gesellschaftliches Prinzip.

„Lieben ist tätige Sorge. Liebe ist aktiv, nicht passiv.“

Liebe bedeutet für Kuhlmann: teilen, fürsorgen, vertrauen, Verantwortung übernehmen, Wachstum ermöglichen und das Getrenntsein überwinden. Liebe ist für ihn nicht nur Gefühl, sondern eine bewusste Lebens- und Charakterorientierung zur Welt.

Aus dieser Haltung entstehen seine großen Werkkomplexe: Liebesbilder, propheten, Sharety, Kinderbilder, Vorbilder, Geldtransformationen, Deutsche Baum Mark, ZUKUNST, Art de Nappe und die spätere Hinwendung zu Phytohumin, Mutterboden und ökologischer Regeneration.

Die Liebesbilder

Seit den 1990er-Jahren malt Mike Kuhlmann seine Liebesbilder. Im Zentrum steht das Herz als weltweit verständliches Zeichen der Liebe. Kuhlmann verwendet das Herz nicht sentimental, sondern als starke, plakative, energetische Ikone. Die Bilder sind farbintensiv, seriell, spontan, expressiv und zugleich symbolisch verdichtet.

1997 präsentierte er seine Liebesbilder unter dem Titel „Liebesbild statt Liebesbrief“ in der Frankfurter Galerie Vonderbank. Die Liebesbilder wurden in zahlreichen Städten und Kontexten gezeigt und millionenfach publiziert. Sie bilden bis heute eine der wichtigsten Werkgruppen seines Œuvres.

Im Rückblick erscheinen die Liebesbilder als Ursprung seiner späteren Amorisationen: Kunst als sichtbare, wiederholbare, öffentliche Einübung der Liebe. Das Herz wird bei Kuhlmann zu einem Zeichen, das Menschen intuitiv verstehen und das zugleich als soziale Energiequelle funktionieren soll.

propheten: Kinder als Vorbilder der Zukunft

Mitte der 1990er-Jahre begann Mike Kuhlmann mit Kinderporträts. 1996 wurde sein Sohn Justus geboren, wodurch sich seine Auseinandersetzung mit dem Kindlichen vertiefte. Daraus entstand der Werkkomplex propheten.

1997 präsentierte er die Gemälde unter dem Titel „propheten“ in der Galerie Vonderbank. Für Kuhlmann sind Kinder nicht nur Motive, sondern Träger einer existenziellen Botschaft. Sie stellen Fragen an die Welt, öffnen den Blick auf das Verlorene und erinnern an Hoffnung, Zukunft und Unschuld.

Aus dem künstlerischen Werk propheten entwickelte sich später die weltweit erste Marke des Teilens. Damit wird die Kinderfigur bei Kuhlmann zum Symbol für Nächstenliebe, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit.

Sharety: Die Marke des Teilens

Mit Sharety prägte Mike Kuhlmann einen eigenen Kunst- und Wirtschaftsbegriff. Das Wort verbindet Share, Care und Charity. Für Kuhlmann ist Sharety die praktische Form der Nächstenliebe. Sie verbindet Kunst, Design, Produkte, Hilfswerke und gesellschaftliche Teilhabe.

„Das Teilen ist Message, Marke und Mehrwert.“

Jedes Sharety-Produkt trägt eine gute Tat in sich; es wird durch eine sogenannte SharetyFee veredelt. Kuhlmann entwickelte daraus Produkte, Aktionen, Kampagnen und Plattformen, darunter propheten-Produkte, Sharety-Kampagnen, Benefizaktionen, Kinderhilfsprojekte und später Konzepte wie MIKOIN und Deutsche Baum Mark.

Sharety ist dabei mehr als karitative Zugabe. Der gute Zweck ist nicht nachträglich an ein Produkt angeheftet, sondern in dessen Bedeutung und Wertschöpfung integriert. So entsteht eine Ökonomie des Teilens: Kaufen, Tragen, Sammeln, Essen, Spenden und Gestalten werden zu Formen sozialer Handlung.

2000: „Eine Straße wird zur Galerie“ – Goethestraße Frankfurt

Ein früher Höhepunkt von Kuhlmanns öffentlicher Kunstpraxis war die Aktion „Eine Straße wird zur Galerie“ am 23. März 2000 in Frankfurt.

Gemeinsam mit der Galerie Vonderbank präsentierte Mike Kuhlmann seinen Porträtzyklus „Vorbilder“ in der Frankfurter Goethestraße. Mehr als 50 benachbarte Geschäfte wurden zu Ausstellungsorten. Die Schaufenster der Luxusstraße verwandelten sich in eine öffentliche Galerie.

Gezeigt wurden Porträts prägender Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Künstler, Musiker, Politiker, Schauspieler, Denker und Ikonen wie John F. Kennedy, Joseph Beuys, Marilyn Monroe, Mick Jagger, Albert Einstein, Gandhi, Picasso, Marlene Dietrich, Lady Di und viele andere.

Diese Aktion ist ein Schlüsselereignis im Werk von Mike Kuhlmann. Sie zeigt früh, was später zu seinem Prinzip wird: Kunst gehört nicht nur in Museen. Kunst kann Straßen, Schaufenster, Städte und Alltag beseelen. Die Goethestraße wurde für einen Abend zu einem urbanen Gesamtkunstwerk.

Vorbilder: Porträts als Orientierung

Mit dem Zyklus „Vorbilder“ entwickelte Kuhlmann eine umfangreiche Porträtserie. Ihn interessierten keine beliebigen Stars, sondern Persönlichkeiten, die das 20. Jahrhundert geprägt haben und bis heute Orientierung geben können.

Sein Begriff des Vorbilds ist dabei nicht naiv. Vorbilder sind für ihn Identifikationsangebote, Denkfiguren und Projektionsflächen. Sie helfen dem Menschen, sein eigenes Selbst zu gestalten. In seinen Porträts verbindet Kuhlmann Ehrung, Witz, Expressivität und Distanz.

2000 wurde dieser Zyklus mit der Goethestraßen-Aktion einem breiten Publikum präsentiert. Später wurden Kuhlmanns Porträts in zahlreichen Ausstellungen und Zusammenhängen weitergeführt, darunter auch Musikikonen im Kontext von WE ARE ROCK’N’SOUL.

Internationale Aktionen, Kinderprojekte und Tsunami-Hilfe

Ab 2002 reiste Mike Kuhlmann mit Christian Maria Knecht und Andreas Bender durch zahlreiche Länder, um das Leben von Kindern zu erleben und künstlerisch zu dokumentieren. Daraus entstanden Ausstellungen und Aktionen rund um propheten.

Nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean 2004/2005 engagierte sich Kuhlmann gemeinsam mit Peter Fischer, Eintracht Frankfurt und zahlreichen Unterstützern für Kinder in Thailand. Sechs Schulen wurden renoviert und als Orte für Digitalisierung, Schulgärtnerei und englische Sprachförderung unterstützt.

In diesem Zusammenhang entstand das längste Kinderbild der Welt, ein 208 Meter langes Kunstwerk, das von betroffenen Kindern gemeinsam gemalt wurde. Dieses Projekt zeigt eine der zentralen Eigenschaften von Kuhlmanns Arbeit: Kunst soll nicht nur darstellen. Kunst soll helfen, heilen, verbinden und Handlung ermöglichen.

Darüber hinaus unterstützte Kuhlmann Initiativen wie Kinderwelten, die Helene-Lange-Schule Wiesbaden mit Schulprojekten in Nepal, Orange Babies und weitere Hilfswerke. Die Verbindung von Kinderporträt, Bildungsförderung und konkreter Projektarbeit ist ein wiederkehrendes Motiv seines Œuvres.

Good Economy und die Städte des Teilens

Bereits 2004 veröffentlichte Kuhlmann unter dem Pseudonym Paul Gutmann Gedanken zur Transformation der Wirtschaft unter dem Titel „Welcome to the Good Economy“. Darin entwickelte er Ideen für eine Wirtschaft, die nicht nur Profit erwirtschaftet, sondern zum besseren Miteinander von Menschen und Umwelt beiträgt.

„Eine bessere Aussicht auf die Zukunft – das wäre eine schöne Gewinnmaximierung.“

Ab 2009 entstand mit FRANKFURT TEILT eine konkrete Sharety-Aktion für die Stadt. Einen Monat lang wurde Frankfurt zum Experimentierfeld des Teilens. Kaufleute, Gastronomen, Bürger, Kinder und Unternehmen wurden einbezogen. Das Konzept wurde später von Hamburg und Berlin übernommen.

Diese Kampagnen zeigen Kuhlmanns Verständnis von sozialer Skulptur in der Praxis: Ein Begriff wird erfunden, ein Zeichen wird gesetzt, Produkte und Dienstleistungen werden beteiligt, Menschen machen mit, und eine Stadt erlebt sich für eine begrenzte Zeit als Gemeinschaft des Teilens.

2009: Der Dalai Lama im Frankfurter Waldstadion

2009 war Mike Kuhlmann maßgeblich an der Einladung des Dalai Lama ins Frankfurter Waldstadion beteiligt. Vier Tage lang kamen über 50.000 Menschen zu Teachings über Liebe, Mitgefühl und Achtsamkeit.

Die Veranstaltung war ein spirituelles und gesellschaftliches Großereignis inmitten der Finanzkrise. Kuhlmann verband sie mit Kunst, Kommunikation und der Ausstellung COMPASSION – Artists for Dalai Lama, die später auch im Europäischen Parlament gezeigt wurde. Die Kommunikation zur Veranstaltung wurde 2010 mit dem Gold Award des New Yorker Art Directors Club ausgezeichnet.

Der Dalai Lama wurde für Kuhlmann zu einem wichtigen Vorbild der Menschlichkeit. In Interviews bezeichnete er dessen „Religion der Freundlichkeit“ als prägend. In seiner Selbstbeschreibung nannte er sich augenzwinkernd einen unentschlossenen, kathobuddhistischen Halbatheisten.

Transformation des Geldes

Seit Ende der 1990er-Jahre beschäftigt sich Mike Kuhlmann intensiv mit Geld als Symbol, Mythos, Machtform und Gestaltungsfläche. Für ihn prägt die Kunst das Geld – und Geld kann wiederum durch Kunst verwandelt werden.

1998 begann er, ein Denkmal für die Deutsche Mark zu malen. 2002 verabschiedete er die Deutsche Mark gemeinsam mit Frankfurter Banken in einer Ausstellung. Später entwickelte er Ideen wie THE MASTER, Sharency, 1000 Deutsche Goethe, #alepha und die Deutsche Baum Mark.

In der Deutschen Baum Mark verband Kuhlmann Kunst, Photosynthese, CO₂-Bindung, Naturpflege und digitale Wertschöpfung. Sie ist als ökosoziale Geldtransformation gedacht: Geld soll nicht nur Wert abbilden, sondern Naturpflege ermöglichen.

Auch das Projekt MIKOIN gehört in diesen Kontext. MIKOIN ist als digitale Teilhabe am Œuvre eines Künstlers gedacht: Kuhlmann tokenisiert sein Gesamtwerk, verbindet Kunstbesitz, Blockchain, NFT, Dividendenmodell und Sharety. Ein Anteil der jährlichen Ausschüttung soll Bildungs- und Naturpflegeprojekten zugutekommen.

Art de Nappe: Kunst am Tisch

Ein besonderer Werkkomplex ist Kuhlmanns Art de Nappe: bemalte Tischdecken, die im Rahmen von Essen, Gesprächen und Begegnungen entstehen. Die Tischdecke wird zum Protokoll eines Abends, zum Geständnis, zur sozialen Zeichnung, zur erotischen, satirischen und philosophischen Momentaufnahme.

Diese Arbeiten verbinden Essen, Gespräch, Begehren, Humor, Provokation, Männerbilder, weibliche Dominanz, Stadtleben, Gastronomie und Kunst. Sie gehören zu Kuhlmanns Idee, dass Kunst dort wirken soll, wo Menschen wirklich zusammenkommen: in Restaurants, Cafés, Bars, Ateliers, an Tischen.

Art de Nappe ist Kuhlmanns radikalste Form der Restaurantbeseelung. Ein gemeinsames Essen wird zum künstlerischen Ereignis; das Tischtuch wird zur Leinwand; das Gespräch wird zur sichtbaren Spur.

Kunst in Restaurants, Cafés und Stadträumen

Mike Kuhlmanns Kunst sucht immer wieder Orte des Lebens: Restaurants, Cafés, Schaufenster, Plätze, Stadträume. Er interessiert sich für Orte, an denen Menschen einander begegnen, essen, trinken, feiern, reden, schweigen, schauen und sich erinnern.

Das Projekt „Kunst im Operncafé“ zeigt ihn als Künstler des gesellschaftlichen Abends. Gemeinsam mit den Gastgebern Kerstin und Siggi Schneider präsentierte er im Frankfurter Operncafé eine Retrospektive mit Arbeiten aus den Werkgruppen propheten, Vorbilder, Deutsche Mark und Liebesbilder. Im Zentrum standen die Liebesbilder als Essenz seines Schaffens.

Solche Projekte sind typisch für Kuhlmann. Seine Kunst möchte nicht nur im Museum betrachtet werden. Sie möchte Atmosphäre schaffen, Gespräche auslösen, Erinnerungen stiften und Räume beseelen.

Vater Sohn ZUKUNST

2019 entwickelte Mike Kuhlmann gemeinsam mit seinem Sohn Justus Groeninger das Projekt VATER SOHN ZUKUNST. Viele Werke entstanden gemeinsam. Die Ausstellung verband Malerei, Generationendialog, Benefizgedanken und Zukunftsfreude.

Im Zentrum stand das Kunstwort ZUKUNST, zusammengesetzt aus Zukunft und Kunst. ZUKUNST beschreibt Kunst als Inspiration, Aufforderung und Teilhabe an einer wünschenswerten Zukunft. In Kuhlmanns Worten ging es um das Coding der Liebe, das Teilen und die zärtliche Beseelung eines Raumes.

Hier wird ein weiteres Leitmotiv sichtbar: Die Zukunft soll nicht nur geplant werden. Sie soll geliebt, gemalt und geteilt werden.

Anne Frank, Erinnerung und Verantwortung

2020 stiftete Mike Kuhlmann dem Jüdischen Museum Frankfurt ein Triptychon mit Porträts von Anne Frank. Anlass war der bundesweite Aktionstag gegen Antisemitismus und die Erinnerung an Anne Frank.

Auch hier verbindet sich sein Porträtwerk mit Verantwortung. Vorbilder sind nicht nur Ikonen des Ruhms, sondern auch Figuren der Erinnerung, der Verletzlichkeit und der moralischen Orientierung.

Mülheim Liebe und soziale Stadtentwicklung

In Mülheim an der Ruhr arbeitete Kuhlmann mit Kindern an großen Liebesbildern. Das Projekt MÜLHEIM LIEBE zielte darauf, Kinder, Stadt und Herzsymbol zu verbinden. Über 500 Kinder wirkten an einem großen Liebesbild mit.

In Interviews beschreibt Kuhlmann das Herz als universelle Orientierungsgröße, die intuitiv in allen Kulturen als Symbol für Liebe, Menschlichkeit und Verständigung verstanden wird. Solche Projekte versteht Kuhlmann als Beiträge zur sozialen Stadtentwicklung: Je liebenswerter das Miteinander, desto lebenswerter die Stadt.

AufsichtsART und die Kunst der Verantwortung

2023 erschien Kuhlmanns Beitrag zu AufsichtsART® – Das Offene Buch. Darin entwirft er ein imaginäres Liebe-Buch für Aufsichtsräte: ein Kalender, Ratgeber, Zeichen- und Notizbuch, gebunden in Kunstleder, mit Goldschnitt und SharetyFee zugunsten der Bildung von Mädchen in Afrika.

Das Projekt zeigt, wie Kuhlmann sogar Corporate Governance, Aufsicht und Verantwortung poetisch, materiell und sozial denkt. Aufsicht wird nicht nur juristische Funktion, sondern fürsorgliche Begleitung der Zukunft.

„Meine Kunst hat die Aufgabe, für eine Zukunft zu wirken, auf die man sich freuen kann.“

WE ARE ROCK’N’SOUL

2024 wurde Kuhlmanns Ausstellung WE ARE ROCK’N’SOUL in der Frankfurter Jahrhunderthalle präsentiert. Sie ist eine Hommage an die Rock- und Soulgeschichte der vergangenen Jahrzehnte und zeigt ikonische Star-Gemälde von Musiklegenden wie Janis Joplin, The Doors, Jimi Hendrix und weiteren Persönlichkeiten.

Diese Werkgruppe setzt die Linie der Vorbilder fort: Kuhlmann malt Menschen, die kollektive Erinnerung, Energie, Rebellion und Sehnsucht verkörpern.

Phytohumin, Mutterboden und ökologische Zukunft

In jüngster Zeit erweitert Mike Kuhlmann sein Werk in Richtung Mutterboden, Phytohumin, Phytohumat und ökologische Regeneration. Dabei verbindet er künstlerische Sprache, Markenbildung, Wissenschaftskommunikation und planetare Verantwortung.

In seinen Texten wird Phytohumin als Teil einer Kampagne zur Begrünung der Welt beschrieben, verbunden mit der Formel BLOOM MOTHER EARTH und dem Ziel, das Wort und Bedeutungskonzept Mutterboden international sichtbar zu machen.

Diese Entwicklung ist keine Abkehr von seiner Kunst, sondern ihre logische Fortsetzung: Nach Liebe, Kindern, Geld, Luft, Stadt und Zukunft wird nun der Boden selbst zum zentralen Gegenstand der Beseelung.

Mutterboden ist die lebendige Haut der Erde. Ihn zu regenerieren bedeutet: Liebe in ökologische Handlung übersetzen.

Künstlerisches Selbstverständnis

Mike Kuhlmann ist ein Künstler des Überflusses, der Provokation und der Zärtlichkeit. Er malt plakativ, schnell, farbig, expressiv und symbolisch. Seine Werke verbinden Werbeästhetik, Pop-Art, Porträtkunst, Schrift, Aktion, Humor, Erotik, Humanismus und soziale Praxis.

Er liebt das Schöne, zerstört es aber oft bewusst malerisch, um eine tiefere Schönheit entstehen zu lassen. Das allzu Perfekte wird bei ihm durch Brüche, Narben, Tropfen, Übermalung und Unruhe beseelt. Gerade diese Spannung aus Schönheit und Störung, Zärtlichkeit und Provokation, macht seine Bildsprache unverwechselbar.

Seine Kunst ist Bild, Aktion, Marke, soziale Skulptur, Manifest, Einladung, Provokation, Hilfsprojekt und Zukunftsentwurf zugleich.

Werkgruppen und Projekte

Werkgruppe / Projekt

Bedeutung

Liebesbilder

Herzbilder als universelle Ikonen der Liebe und der Amorisation.

propheten

Kinderporträts und Marke des Teilens; Kinder als Träger von Zukunft und Hoffnung.

Sharety

Kunst- und Wirtschaftsbegriff aus Share, Care und Charity; Teilen als Mehrwert.

Vorbilder

Porträts prägender Persönlichkeiten als Orientierung und kollektive Erinnerung.

Eine Straße wird zur Galerie

Goethestraße Frankfurt, 2000; urbane Kunstaktion mit über 50 Schaufenstern.

Deutsche Mark / 1000 Deutsche Goethe

Transformation des Geldes als Kunst, Erinnerung und gesellschaftliches Symbol.

MIKOIN

Digitale Teilhabe am Œuvre, NFT, Blockchain, Dividende und Sharety.

Deutsche Baum Mark

Kunst, Photosynthese, CO₂-Bindung, Naturpflege und ökosoziale Geldtransformation.

World Sharety Project

Städte des Teilens; Frankfurt, Hamburg und Berlin als Experimente sozialer Skulptur.

Tsunami-Kinderbild Thailand

208 Meter langes Kinderbild, Schulhilfe und Trauma-Verarbeitung durch Kunst.

Dalai Lama Frankfurt 2009

Compassion, Mitgefühl, Achtsamkeit; Großereignis im Frankfurter Waldstadion.

Art de Nappe

Bemalte Tischdecken als soziale, erotische und philosophische Protokolle.

Vater Sohn ZUKUNST

Gemeinsame Werke mit Justus Groeninger; Zukunft, Kunst und Benefiz.

Mülheim Liebe

Kinder, Herzsymbol und soziale Stadtentwicklung.

Kunst im Operncafé

Retrospektive und Liebesbilder im gesellschaftlichen Raum.

WE ARE ROCK’N’SOUL

Musikikonen, Porträts und kollektive Erinnerung.

Mutterbodenkunst / Phytohumin

Ökologische Regeneration als nächste Stufe der sozialen Liebesskulptur.

Chronologische Übersicht

Jahr / Zeitraum

Station

1966

Geboren in Gießen/Lahn; aufgewachsen in Bad Nauheim.

1980er

Abitur an der St. Lioba Schule; Wehrdienst; Beginn als Illustrator in Düsseldorf.

1987

Gründung der Werbeagentur DSB&K in Frankfurt am Main.

1992–1997

Entwicklung der Liebesbilder; Präsentation „Liebesbild statt Liebesbrief“ in der Galerie Vonderbank.

1996/1997

Entstehung des Werkkomplexes propheten; Geburt seines Sohnes Justus und Vertiefung des Kindermotivs.

1997

Verkauf von DSB&K im Umfeld des syzygy-Börsengangs an die WPP Group.

1998–2002

Beginn der Geldtransformationen rund um Deutsche Mark, Wertvorstellungen und soziale Marktwirtschaft.

23. März 2000

„Eine Straße wird zur Galerie“: Goethestraße Frankfurt wird mit „Vorbilder“ zur öffentlichen Galerie.

2002–2005

Internationale Kinderprojekte, propheten-Aktionen und Tsunami-Hilfe in Thailand.

2004

Good Economy: Ideen zur Transformation der Wirtschaft in Richtung Gemeinwohl und Zukunftsfähigkeit.

2009

Einladung des Dalai Lama ins Frankfurter Waldstadion; über 50.000 Besucher.

2009–2011

FRANKFURT TEILT, Hamburg teilt, Berlin teilt; Sharety als städtische soziale Skulptur.

2010er

Weiterentwicklung von Sharety, Geldtransformationen, Art de Nappe und öffentlichen Kunstformaten.

2019

VATER SOHN ZUKUNST mit Justus Groeninger auf dem Frankfurter Uniongelände.

2020

Anne-Frank-Triptychon für das Jüdische Museum Frankfurt; Deutsche Baum Mark und weitere Geld-/Natur-Konzepte.

2022

MÜLHEIM LIEBE und großes Kinder-Liebesbild mit über 500 Kindern.

2023

AufsichtsART® – Das Offene Buch; Kunst der Verantwortung.

2024

WE ARE ROCK’N’SOUL in der Frankfurter Jahrhunderthalle.

seit 2024/2025

Mutterboden, Phytohumin, ALYMP und Bloom Mother Earth als ökologische Fortsetzung der sozialen Liebesskulptur.

Kurzvita für Presse und Website

Michael „Mike“ Kuhlmann, geboren 1966 in Gießen/Lahn, aufgewachsen in Bad Nauheim, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er ist Maler, Aktionskünstler, Unternehmer, Creative Director und Ideengeber. Nach einem Praktikum als Illustrator in Düsseldorf gründete er 1987 die Frankfurter Werbeagentur DSB&K, die 1997 an die WPP Group verkauft wurde. Seit den 1990er-Jahren widmet er sich konsequent der Verbindung von Kunst, Liebe, Teilen, sozialer Verantwortung und gesellschaftlicher Gestaltung.

Mit seinen Liebesbildern, dem Werkkomplex propheten, der Marke des Teilens Sharety, dem Porträtzyklus Vorbilder, der Transformation der Frankfurter Goethestraße zur Galerie, internationalen Kinderhilfsprojekten, der Einladung des Dalai Lama ins Frankfurter Waldstadion, seinen Geldtransformationen, Art-de-Nappe-Arbeiten, ZUKUNST-Projekten und der heutigen Hinwendung zu Mutterboden und Phytohumin hat Kuhlmann ein vielschichtiges Werk geschaffen, das Malerei, Aktion, Marke, Philanthropie und Zukunftsdenken verbindet.

Seine Kunst folgt dem erweiterten Kunstbegriff und versteht sich als soziale Liebesskulptur. Sie will nicht nur gesehen werden, sondern wirken.

Mike Kuhlmann beseelt Wirklichkeit.
Aus Wirklichkeit Liebe machen.

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